Haben Sie Fragen zum Zahnbleaching?

Hier finden Sie Antworten auf Ihre Fragen!

Wie entstehen Flecken auf den Zähnen und was kann ich dagegen tun?

Die meisten Verfärbungen an den Zähnen (fremdbedingt) oder der Mineralstruktur (innere Verfärbungen) haben organische Auslöser. Die Farbstoffe, oftmals Chromofore genannt, lagern sich bei der Nahrungsaufnahme und durch Getränke oder Nikotin auf oder in den Zähnen ab.
Die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) unterscheidet zwischen:

  • Tooth Whitening (Zahnaufhellung), Behandlung zur Wiederherstellung der natürlichen Farbe des Zahns durch Entfernen der Flecken auf der Zahnoberfläche mittels Reinigungs- und Polierwirkstoffe.
  • Dental Bleaching (Zahnbleichung). Dabei handelt es sich um eine Behandlung zum Bleichen der Zähne ungeachtet ihrer natürlichen Farbe, mit Entfernung von Pigmenten und Flecken in der Dentalstruktur durch Anwendung von Sauerstoffradikalen.

Leider werden jedoch die Begriffe “Bleichung” und “Aufhellung” meist unterschiedslos verwendet.

Wie funktioniert eine aufhellende Zahnpasta?

Zu den handelsüblichen aufhellenden Produkten für den Hausgebrauch gehören Gele, Kaugummis, Mundspülungen und Zahnpasta.
Generell ist der Zweck einer jeden Zahnpasta der, die Zähne aufzuhellen, und dies wird erzielt, indem fremdbedingte, oberflächliche Flecken entfernt werden und ihrer Bildung vorgebeugt wird.
Hauptinhaltsstoff aufhellender Zahnpastaprodukte ist ein Schleifstoff, dem weitere Stoffe mit chemischer oder optischer Wirkung zugegeben werden.

Wie wirkt die Zahnbleichung?

Das Bleaching der Zähne ist eine gebräuchliche Behandlung in der Zahnmedizin.
Zum Ändern der dem Zahn eigenen Farbe müssen die bleichenden Wirkstoffe sich in seinem Inneren verteilen und durch den Zahnschmelz die Schmelz-Dentin-Schnittstelle erreichen und durchdringen, wobei sie im tiefer liegenden Dentin dann einwirken müssen auf Chromofore (Farbstoffe), Pigmente und Ionen, welche die Veränderung der Zahnfarbe bewirkt haben.

Praktisch alle Bleichtechniken verwenden als Wirkstoff Wasserstoffperoxid (H2O2), direkt oder durch den Abbau anderer chemischer Stoffe, wie Karbamidperoxid.
Das freigesetzte H2O2 kann verschiedene Radikale oder Ionen entstehen lassen, kann je nach pH-Wert, Temperatur, Lichtbeeinflussung, Präsenz von Co-Katalysatoren und metallischen Reagenzien. Diese verschiedenen Arten von Sauerstoff haben oxidative und reduktive Eigenschaften.

Sie können die Verbindungen der Farbmoleküle trennen oder die metallischen Farboxide reduzieren und diese farblos werden lassen.

Was sieht die neue EU-Richtlinie hinsichtlich der Zahnbleichung vor?

Ein Missbrauch oder unsachgemäßer Gebrauch von Wasserstoffperoxid (H2O2) kann sich negativ auf die Oberflächenmorphologie und die Durchlässigkeit von Zahnschmelz und -dentin auswirken.
Die Europäische Richtlinie 2011/84/EU vom 20. September 2011 grenzt die Verwendung von Zahnaufhell- und Zahnbleichmitteln auf der Basis von Wasserstoffperoxid ein.
Ausschließlich Zahnärzte und Dentalhygieniker sind befugt zur Verwendung und Darreichung von Produkten, die Wasserstoffperoxid (H2O2) mit einer Konzentration zwischen 0,1% und 6% enthalten und freisetzten, hingegen sind Produkte mit einer H2O2-Konzentration bis maximal 0,1% frei verkäuflich.
Produkte mit einer H2O2-Konzentration von über 6% H2O2 sind als Kosmetika nicht erlaubt, jedoch in zahlreichen europäischen Ländern als Medizinprodukt zugelassen.
Außer einer Verkaufsbeschränkung für Produkte auf H2O2-Basis legt die Richtlinie zudem fest, dass Zahnbleichbehandlungen bei Patienten unter 18 Jahren nicht durchgeführt werden dürfen.

Welche Zahnbleichtechniken gibt es?

Es gibt drei verschiedene technische Ansätze bei der Zahnbleichung:

  • Verwendet werden beim professionellen Bleichen in der Zahnarztpraxis im Allgemeinen Gele, die direkt auf die Zähne aufgetragen werden und über 25% Wasserstoffperoxid enthalten oder freisetzen. Diese Behandlungen haben eine Dauer von ungefähr 30 bis 60 Minuten. In manchen Fällen wird die Aktivierung beschleunigt durch Wärme oder Licht. Weichteile schützen.
  • Beim zu Hause durchzuführenden professionellen Bleichen wird ein Gel mit relativ geringer H2O2-Konzentration, das heißt mit weniger als 6%, verwendet. Aufgetragen wird das Gel auf die Zähne mittels einer in der Zahnarztpraxis individuell angefertigten Schiene, die für die Dauer von 2 Wochen nachts zu tragen ist.
  • Die innerhalb der Europäischen Union frei verkäuflichen Produkte dürfen ausschließlich sehr geringe Bleichwirkstoff-Konzentrationen enthalten (Gele, die weniger als 0,1% Wasserstoffperoxid enthalten oder freisetzen). Sie werden vom Kunden selbst angewendet mittels Gummischiene, Streifen oder Lack. Sie sind zweimal täglich über mindestens 2 Wochen hinweg aufzutragen.
Kann ich meine Zähne eigentlich nur beim Zahnarzt bleichen lassen?

Neben dem professionellen Bleichen der Zähne, durchgeführt in der Zahnarztpraxis, gibt es auch Behandlungen in nichtprofessioneller Umgebung (nicht dentale Kontexte wie Kosmetik-Ecken in Einkaufszentren, Wellnessbereiche, Kosmetiksalons usw.) und für den Verbraucher frei erhältliche Produkte mit H2O2-Konzentrationen von weniger als 0,1% oder eben Produkte ganz ohne Wasserstoffperoxid.
Angewendet werden diese Produkte zum Bleichen oder Aufhellen der Zähne mit vorgeformten oder anpassbaren Schienen, mit einem Pinselchen oder Streifen. Bei diesen Produkten ist häufig eine Wärmelampe und eine häufige Wiederholung in Abständen von 30-60 Tagen erforderlich.
Jedoch gibt es keinerlei wissenschaftlichen Nachweis für die Wirksamkeit von Bleich-/Aufhellprodukten mit H2O2-Konzentrationen unter 0,1%.

Gibt es bei der Zahnbleichung Risiken?

Ein wirksames und sicheres Bleichen der Zähne bedarf einer korrekten Diagnose hinsichtlich der Probleme, die mit Aufhellung oder Zahnverfärbungen verbunden sind. Diese Diagnose darf ausschließlich durch einen Zahnarzt oder Dentalhygieniker gestellt werden.
Was Nebenwirkungen betrifft, ist die durch das Bleichen verursachte Zahnempfindlichkeit die am häufigsten gemeldete negative Begleiterscheinung.
Um das Risiko von Zahnempfindlichkeit einzugrenzen, sind in fast allen handelsüblichen Bleachingprodukten, mit Ausnahmen von BlancOne®, desensibilisierende und remineralisierende Wirkstoffe enthalten.
Bei Konzentrationen von über 10% ist Wasserstoffperoxid potentiell korrosiv für Haut und Schleimhäute und verursacht Gewebeschäden sowie Hautbrennen. In diesen Fällen sind entsprechende Schutzdämme erforderlich, um das Zahnfleisch beim Bleichen zu schützen. Auch bei Konzentrationen von weniger als 6% ist eine Zahnfleischreizung häufig auf den längeren Gebrauch von Bleichschienen zurückzuführen.

Ist der Erfolg beim Zahnbleaching garantiert?

Das Ergebnis bei einer Bleachingbehandlung ist abhängig von der Art der Flecken, der Ausgangsfarbe der Zähne und dem Alter der Person. In manchen Fällen lässt sich die ursprüngliche Farbe allein durch eine professionelle Zahnreinigung wiederherstellen (äußerlich bedingte Verfärbungen).

Ein professionelles Zahnbleaching kann erhebliche Verbesserungen beim Aussehen stark verfärbter Zähne erzielen. Doch gibt es die ein oder andere Art von Flecken, die nicht auf das Bleaching anspricht:

  • Zähne mit Flecken durch Tetrazykline und Zähne mit Wurzelkanaltherapie lassen sich nicht wirksam mit H2O2-Konzentrationen von weniger als 6% bleichen und können mehrere Behandlungssitzungen erforderlich machen.
  • Anorganische Flecken (z.B. graue Flecken durch Metallfreisetzung bei Amalgamfüllungen) sprechen auf eine Bleichung nicht an.
  • Das Bleaching kann die Farben von Materialien, die für Restaurierungen oder Prothesen verwendet wurden (Komposit, Kunstharz, Keramik usw.) nicht verändern.

Im Falle von in der Zahnstruktur vorhandenen Kalzifizierungen (weiße Punkte oder Flecken) kann das Bleichverfahren diese Flecken verstärken.

Wovon hängt die Wirksamkeit eines Bleachinggels ab?

Die Schlüsselfaktoren, welche die Wirksamkeit der für das Bleichen verwendeten Produkte auf Wasserstoffperoxidbasis beeinflussen, sind Konzentration und Zeit.
Höhere Konzentration können schneller zu einem Ergebnis führen als geringere Konzentrationen. Jedoch haben geringere Konzentrationen bei einer längeren Behandlungsdauer eine ähnliche Wirksamkeit wie höher konzentrierte Produkte.
Die Verwendung hoher H2O2-Konzentrationen und längerer Zeiten kann eine bedeutende Rolle spielen bei den Prozessen, die zu sofortigen Bleichergebnissen führen, wobei diese jedoch nur vorübergehend sind.
Erzielt wird nämlich ein unnatürliches und kurzfristiges Weiß, das sich mit der Zahnrehydrierung verliert.
Zudem wird durch ein Austrocknen in erheblichem Maße die Gefahr einer Zahnempfindlichkeit gesteigert.

Wie wirken Bleaching-Lampen?

Das “Power Bleaching”, bzw. ein durch Licht beschleunigtes Bleichen nutzt die Wärmewirkung der Lichtenergie, um den Aufhellprozess zu beschleunigen. Durchgeführt wird es in der Zahnarztpraxis unter Verwendung geringerer Konzentrationen und kürzerer Einwirkzeiten.
Dafür lassen sich unterschiedliche Arten von Lampen benutzen (Halogen, LED, Plasma), überwiegend mit blauem Licht, da dies die wirksamste Wellenlänge zum Auslösen der Wasserstoffperoxid-Reaktion ist. Jedoch gibt es keinen direkten Anhaltspunkt dafür, dass das Licht an und für sich das Bleichgel aktivieren kann. Denn die Aktivierung mit Licht ohne Photosensibilisierungsstoffe erfolgt allein durch die Erwärmung des Gels.
Die Wärme wird dann vom Gel auf die Oberfläche des Zahns übertragen, was erheblich zu seinem Austrocknen beiträgt und somit die Gefahr einer Zahnempfindlichkeit steigert.

Gibt es eigentlich ein wirklich photoaktiviertes Bleaching?

Eine echte Aktivierung des Bleichgels durch Licht kann nur durch die Zugabe photosensibilisierender Wirkstoffe erfolgen.
Eine Photoaktivierung verwendet Lichtenergie (Photonen), um die Spaltung des Wasserstoffperoxids in Sauerstoff zu beschleunigen. Die von den Photosynthetisatoren verbrauchte Lichtenergie entwickelt keinerlei Wärme, wobei so das Austrocknen und die Empfindlichkeit des Zahns vermieden wird.

Mit Ausnahme einiger Bleichgele mit Photoaktivatoren, die durch spezielle und kostspielige Lasergeräte aktiviert werden, konnte bisher kein System die Photoaktivierung eines Bleichgels unter Verwendung herkömmlicher Lichtquellen (Mehrfachwellenlängen) und Niedrigleistungs-LED bewirken.

Die BlancOne® Technologie ermöglicht erstmals ein wirkliches photonisches Bleichen der Zähne mit herkömmlichen praxisüblichen Lampen und überwindet dabei das Konzentration-Zeit-Schema der traditionellen Bleachingbehandlungen.

Was sind “Weißtöne” und wie werden sie gemessen?

Zum Bestimmen der Zahnfarbe verwendet der Zahnarzt eine Farbskala. Diese Skala umfasst die Naturfarben von Zähnen und gliedert sie nach Farbton (A-D) und Intensität (1-4).
Für das Bleichen wird die Farbskala vom dunkelsten (C4) bis zum hellsten (B1) Farbton neu aufgestellt.
Vita and Vitapan sono marchi registrati da Vita Zahnfabrik, AG, Germany.

Wird also beim Bleaching ein Übergang vom Farbton A 3,5 zu A1 erzielt, so bedeutet dies, das die Zähne um 10 Weißtöne aufgehellt wurden.
In der letzten Zeit wurden mit der Weiterentwicklung bei den professionellen Dentalbleaching-Behandlungen weißere Töne als B1 erzielt. Deshalb wurden Farbskalen eingeführt, die zusätzlich zu den 16 Naturtönen der Skala VITA Classic 3 weitere Weißtöne enthalten.

Es gibt Farbskalen speziell für Bleachingbehandlungen in den USA, von wo die meisten herkömmlichen Aufhellbehandlungen kommen. Diese Farbskalen haben 29 Weißtöne und lassen sich in keiner Weise mit der in Europa verwendeten Skala VITA Classic vergleichen.
Spricht man von Aufhelltönen, so wäre ein Verweis auf die benutzte Referenzskala sicherlich angebracht.

Wie lange hält ein Bleaching an?

Die Beständigkeit des nach dem Bleaching erzielten Weißtons hängt stark von den persönlichen Gewohnheiten ab.
Zum Beispiel ist die Dauer tendenziell bei Rauchern kürzer als bei Nichtrauchern. Dies gilt auch bei regelmäßigem Kaffee- oder Teegenuss.

Auch wenn der Weißton sicherlich nicht mehr zu einem Pre-Bleaching-Niveau zurückkehrt, so wird jedoch mit der Zeit eine gewisse Zurückbildung festzustellen sein, je nach individuellen Gewohnheiten und ausgeführter Mundhygiene (zu Hause und in der Zahnarztpraxis).

Nach der in der Praxis durchgeführten Anfangsbehandlung ist für den optimalen Erhalt eines beständigen weißen Lächelns ein Programm zur Ergebnisverlängerung sicherlich ratsam  (zu Hause und/oder in der Zahnarztpraxis). Fragen Sie Ihren Zahnarzt oder Dentalhygieniker nach den optimalen Lösungen für Ihre Bedürfnisse.

Ist nach der Behandlung ein spezieller Ernährungsplan einzuhalten?

Bei herkömmlichen Aufhellbehandlungen sind normalerweise für die Tage nach der Behandlung Ernährungsvorschriften zu beachten. Diese sehen helle Nahrung und den Verzicht auf Tabak-, Kaffee- und Teegenuss vor. Dies sollte beachtet werden, um ein Pigmentieren des während der Behandlung ausgetrockneten Zahnschmelzes zu vermeiden.

Die BlancOne® Bleachingbehandlungen trockenen hingegen in keiner Weise den Zahnschmelz aus und bewirken auch keinerlei Zahnempfindlichkeit. Eine besondere Ernährung ist also nach der Behandlung nicht erforderlich. Eine Umstellung der persönlichen Gewohnheiten ist damit nicht nötig.

Bestehen Wechselwirkungen zwischen Nikotin und Bleaching?

Normalerweise wird der Verzicht auf Tabakkonsum nach einer Bleachingbehandlung empfohlen. Es ist bekannt, dass eine Wechselwirkung zwischen Rauchen und den Bleichwirkstoffen besteht.

Bei einer BlancOne® Bleachingbehandlung sollten Sie zwei Tage auf das Rauchen verzichten. Falls Ihnen dies nicht gelingt, sollten Sie für die Dauer von 2 Tagen nach der Behandlung den Rauch durch die Nase ausstoßen, denn die Wechselwirkung erfolgt durch den eingeatmeten Rauch.

Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit und verringert dabei auch die Wirkung Ihrer Bleachingbehandlung.

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